2.1 Funktionales Modell
Nachdem Näherungswerte für alle Systemunbekannten vorliegen (vergleiche Kapitel 2.6 Beschaffung von Näherungswerten dieses Kapitel fehlt noch), beschreibt die Matrizengleichung

mit
l :Vektor der (gekürzten) Beobachtungen
v :Vektor der Verbesserungen
A :Modellmatrix (Designmatrix)
x :Vektor der Unbekannten (oder Unbekanntenzuschläge)
die Beziehungen zwischen den Unbekannten und den Beobachtungen des Systems. Unter Annahme einer Gewichtsmatrix P, die das stochastische Verhalten der Beobachtungen beschreibt, berechnet sich x aus der Normalgleichung

oder
mit
N :Normalgleichungsmatrix
n :rechte Seite der Normalgleichung.
Die Lösung dieser Gleichung wird in Kapitel 2.4 beschrieben.
Kapitel 2.1 beschreibt nachfolgend, welche Funktionen in BINGO nach Formel 2.1/1 angesetzt werden können. Dabei ist zu unterscheiden zwischen
- Bildmessungen,
- photogrammetrischen Beobachtungen und Bedingungen,
- geodätische Messungen sowie Paßpunkte,
- GPS/IMU Daten und
- Kalibrierungsinformationen für die Aufnahmekameras.
Die dabei auftretenden Größen sind, soweit nichts anderes genannt wird, im Objektraum definiert, der durch ein globales Koordinatensystem festgelegt ist.

Abb. 2.1-1 Punkt im Objektraum. P = Ortsvektor des Punktes,
X = Rechtswert (Ordinate), Y = Hochwert (Abszisse), Z = Höhe