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10.2.6 Reaktivieren von gestrichenen Beobachtungen

Erfahrungsgemäß werden bei der Suche nach Datenfehlern meistens zunächst zu viele Messungen als fehlerhaft verworfen. Daher soll nach Beseitigung aller Datenfehler noch einmal geprüft werden, inwieweit bereits verworfene Messungen doch wieder in die Ausgleichung einbezogen werden können. Für die Bildmessungen führt BINGO diese Prüfungen automatisch durch. Im Fall einer zu Unrecht verworfenen Messung schreibt BINGO ein UNSK-Statement in den SKIP File. Eventuell im GEO INPUT File gestrichene Passpunkte können als Prüfpunkte (CHCK) mitgeführt werden.

Für alle anderen Beobachtungen wird folgendes Verfahren empfohlen:

  • Die korrekten Ausgleichungsergebnisse werden durch Setzen des entsprechenden Parameters auf den ITERA File geschrieben.
  • Alle verworfenen Messungen werden reaktiviert.
  • Es wird ein BINGO-Lauf gestartet, in dem die maximale Iterationszahl auf -1 (in der GUI auf Null) gesetzt ist, so dass keine Ausgleichung stattfindet. Gleichzeitig muss der Parameter zum Lesen des ITERA Files gesetzt sein, damit die vorher bereits erzielten Ergebnisse wieder als Näherungen gelesen werden.

Die Verträglichkeiten aller Messungen mit den ausgeglichenen Unbekannten werden in diesem Lauf als Verbesserungen gelistet. Die reaktivierten Messungen, die bei dieser Prüfung keine Fehler zeigen, können aktiv bleiben. Ein weiterer Ausgleichungslauf führt dann zum Endergebnis.