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ECCA Exzentrizitätsvektor einer Kamera

Spalten

Format

Inhalt/Bedeutung

1-4

A4

ECCA

5-20

A16

Kameraname

21-30
31-40
41-50

F10.0
F10.0
F10.0

ex'
ey'
ez'

Exzentrizitätsvektor e'

51-60
61-70
71-80

F10.0
F10.0
F10.0

dφ
dω
dκ

Kalibrierwinkel dφ, dω, dκ

Der Exzentrizitätsvektor e' definiert den Schnittpunkt der Drehachsen eines Aufnahmesystems im Bildraum. Der Nullpunkt ist also das Projektionszentrum. Trotzdem ist der Wert dieser Vektorkomponenten in der Maßeinheit des Objektraumes anzugeben.

Da der innere Bildwinkel τ' meistens nicht mit dem äußeren Bildwinkel τ übereinstimmt, können die Komponenten des Vektors e' in Bezug auf die Filmebene oder CCD-Array-Ebene nicht direkt gemessen werden. Die Ermittlung dieser Werte durch direkte Messung ist nur über die Lage der vorderen (objektseitigen) Hauptebene eines Objektives möglich.

Eine Änderung der Kamerakonstanten um einen Betrag dc' führt bei terrestrischen Aufnahmen zu einer Änderung von ey' (bzw. bei Luftbildaufnahmen zu einer Änderung von ez' ) um einen Betrag vdc', wobei v eine Funktion von τ und τ' ist.

Die Kalibrierwinkel dφ, dω, dκ sind als Konstanten der Kamera ebenfalls im Bildraum definiert. Sie geben an, wie weit die mit einer IMU oder einem Phototheodoliten gemessenen Orientierungen weitergedreht werden müssen, damit sie mit den zugehörigen Bildorientierungen übereinstimmen. Sie sind Restfehler einer Kalibrierung und meistens nur durch Simultanausgleichung genau zu ermitteln.

dφ, dω und dκ sind für terrestrische Aufnahmen anders definiert als für Luftbilder. Deshalb dürfen innerhalb einer Ausgleichung für eine Kamera nur gemessene Bildwinkel für Bilder mit einheitlichem Winkelsystem – also alle Bilder mit ORIA oder alle Bilder mit ORIT – verwendet werden.

Der Exzentrizitätsvektor e' und/oder die Kalibrierwinkel werden automatisch als Unbekannte in die Ausgleichung eingeführt, wenn sie in einer Beobachtungsgleichung enthalten sind.

Manual figure

Abb. 5.6-1 Exzentrizität einer Kamera

Mit dem ECCA-Statement werden sowohl Näherungswerte für die Unbekannten als auch Messwerte für e' und die Kalibrierwinkel dφ, dω, dκ eingelesen. Ob ein Wert auch als Messwert oder nur als Näherung behandelt wird, richtet sich nach dem vorangegangenen ECES-Statement. Als Messwert gelten alle Werte, denen mit dem vorausgegangenen ECES-Statement eine Standardabweichung größer als Null zugeordnet wurde. Die zugehörigen Unbekannten werden in der Ausgleichung als beobachtete Unbekannte mitgeführt. Alle sechs Werte von e' und dφ, dω, dκ sind dabei für sich zu betrachten.

Grundsätzlich wird empfohlen, e' und dφ, dω, dκ als Messwert einzugeben. Wenn diese Werte nur relativ grob bekannt sind, soll diese Tatsache durch eine entsprechend große Standardabweichung zum Ausdruck kommen (ECES-Statement).

Zur genauen Bestimmung der Vektoren e' und dφ, dω, dκ wird eine Simultankalibrierung empfohlen.